Keratin

Keratin ist ein Sammelbegriff für wasserunlösliche Faserproteine, die von menschlichen oder tierischen Organismen gebildet werden. Keratin findet sich in Fingernägeln, Haaren, Klauen und Hufen, Hörnern, Stacheln von Igeln, Schnäbeln und Federn von Vögeln, Panzern von Reptilien und dergleichen.

Keratin kommt vor allen in Shampoos und Haarpflegeprodukten vor. Es pflegt beanspruchte Haare, macht sie widerstandsfähiger und glänzender.

Alternativen sind z.B. Mandelöl, Sojaprotein, Rosmarin, Nesseln.

Im Laden findet man vegane Produkte u.A. von Balea, Alverde, Lavera und Weleda. Die DM-Eigenmarken sind auch tierversuchsfrei.

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Haarpflege mit pflanzlichem Keratin von alverde (dm) mit Vegan-Siegel auf der Rückseite

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E120: Echtes Karmin

Mit E120 wird bei Nahrungsmitteln der Zusatzstoff Echtes Karmin (auch Karminsäure oder Cochenille genannt) gelistet. Es ist der einzige Farbstoff tierischer Herkunft unter den Lebensmittelzusatzstoffen.

Karmin wird aus den befruchteten Weibchen der Scharlach-Schildlaus (Coccus cacti) gewonnen, welche auf einer bestimmten Kaktusart in Mexiko und Peru leben und die roten Kaktusfrüchte fressen. Die Läuse werden getrocknet, pulverisiert und der rote Farbstoff isoliert (wie genau wird hier mit vielen Bildern erklärt). Wegen der Insektenbestandteile ist Karmin nicht nur für Veganer nicht geeignet, sondern auch nicht für Vegetarier. Auch viele Moslems und Juden verzichten auf Karmin.

Karmin findet man u.a. in folgenden Lebensmitteln:
– Spirituosen, Obst- und Fruchtweine
– Marmelade
– Süßigkeiten
– Wurst

Hefe

Ist Hefe eigentlich vegan? Grundsätzlich ist Hefe ein pilzlicher Organismus, genauer: ein einzelliger Pilz. Die Zellen der gewöhnlichen Back- bzw. Bierhefe sind rundlich bis oval und haben einen Durchmesser von 5 bis 10 Mikrometer, also 0,005 bis 0,01 Millimeter. Die Hefe vermehrt sich durch den Prozess der Knospung.

Die Hefe ist also ein Pilz wie ein Champignon oder Steinpilz. Sie ist ein Lebewesen wie jede andere Pflanze, aber kein Tier (und auch kein Bakterium). Sie verfügt über kein Nervensystem und wird ohne tierische Produkte gezüchtet. Hefe ist also vegan. Wir können unser Brot und unsere Pizza, unser Bier und die würzigen Hefeflocken weiter mit gutem Gewissen essen.

Mayonnaise

Mayonnaise gehört zu Pommes einfach dazu, aber eben auch zu Burgern oder in Kartoffelsalat.

Wer Mayo kaufen will, dem empfehle ich MegaloMayo. Schmeckt super z.B. mit Wilmersburger und Salat auf Toast.

Mayo kann man aber auch selbermachen. Vegane Mayonnaise besteht im Wesentlichen aus Sojamilch, Öl, etwas Zitronensaft und Senf. Rezepte gibts z.B. hier:
die Umsteiger (Mayo- und auch Remouladensoßen-Rezept)
vegan und lecker
Laubfresser
Stefano Vicinoadio’s Veganes Experiment

Sahne

Sahne kann unterschiedlich ersetzt werden, abhängig davon welchen Zweck sie erfüllt. Die Alternativen bestehen aus Soja, Reis oder Kokos.

Sprühsahne gibt es fertig z.B. Schlagfix von Leha (gibts in einigen gut sortierten Bioläsen oder im Internet).

Zum Kochen bietet sich Alpro Cuisine an, welches man z.B. im Rewe findet und sich u.A. sehr gut für Soßen eignet.

Zum Backen kann man Kokosmilch verwenden. Kim VeganWonderland, die sehr geniale vegane Torten zaubert, empfiehlt für Cupcakes, Muffins und Torten die Verwendung einer Kokos-Schlagsahne. Das Rezept dazu findet ihr hier.

Butter & Margarine

Butter wird natürlich aus Milch hergestellt und auch Margarine ist leider meist nicht ausschließlich pflanzlich. Gute Alternativen gibt es dennoch.

Wer den buttrigen Geschmack liebt, ist mit Alsan (gibts z.B. im Rewe) bestens bedient.
Wer lieber Margarine mag, hat die Wahl zwischen Deli Reform Pflanzenmargarine und Soja-Margarine, z.B. Sojola (gibt es ebenfalls im Rewe, im Butterregal versteckt).
Kochen und Backen ist damit problemlos möglich.

Ei

Ei ist als tierisches Produkt natürlich nicht vegan. Trotzdem gibt es eine Reihe von pfiffigen Ideen, wie Eier in bekannten Gerichten ersetzt werden können.

Backen
Natürlich gibt es diverse Fertig-Ei-Ersatzprodukte, z.B. No Egg. Oftmals ist es aber nicht schwer Eier in Kuchen & Co. durch einfache Dinge zu ersetzen, die man ohnehin im Kühlschrank hat.

Je nach Zweck des Eies kann es z.B. durch Sojamehl (2 EL plus 2 EL Wasser = 1 Ei), Speisestärke, Apfelmus oder zerdrückte Banane ersetzt werden. Eine tolle Übersicht dazu gibts auf dem veganen Backpapier von Peta.

Kochen
Nicht ganz so simpel ist es beim Kochen, wo Eier in ihrer typischen Konsistenz anzutreffen sind und daher weniger leicht ersetzt werden können.

Einfach durch Tofu zu imitieren ist Rührei.
Für Senfei bin ich noch auf der Suche nach einem überzeugenden Rezept.